„Du bist, was du denkst!“ – Die Macht von Glaubenssätzen, Denk- und Verhaltensmustern

„Du bist, was du denkst!“ – Die Macht von Glaubenssätzen, Denk- und Verhaltensmustern

Merlin

17. MAI 2022

„Du siehst die Welt nicht so, wie sie ist! Du siehst die Welt so, wie du bist!“

Vielen von uns ist gar nicht bewusst, wie stark unser tägliches Leben und unsere Denk- und Verhaltensmuster von unseren meist tief verborgenen Glaubenssätzen geprägt und gesteuert wird. Du hast bestimmt schon mal die Antwort „Ich war schon immer so / ich bin halt so!“ auf ein kritisches Hinterfragen einer Verhaltensweise einer Person erhalten. Diese Reaktion lässt nicht nur wenig Veränderungsbereitschaft, sondern auch einen offenkundigen (a) und mehrere tiefliegende (b) Glaubenssätze der Person erkennen:

a) „Ich war schon immer so/ ich bin halt so!“. Dies prägt nicht nur gegenwärtiges, sondern vor allem zukünftiges Verhalten dieser Person. Durch die fortwährende Bestätigung des Glaubenssatzes in Konfrontationen, glaubt die Person wirklich schon seit langem, dass sie sich nicht mehr verändern kann und versucht es daher gar nicht mehr.

b) „Ich bin es nicht wert, mich positiv zu verändern!“, „Ich darf keine Hilfe annehmen, wenn ich nicht weiter weiß!“, „Ich habe nicht genug Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, um an meine Weiterentwicklung zu glauben!“. Diese negativen Glaubenssätze, als unsere tägliche Brille der Wahrnehmung, führen zu obiger selbsterfüllenden Prophezeiung. Um ein Verhalten auf der Verhaltensebene zu verändern, bedarf es immer Veränderungen auf der Identitätsebene, hier also auf der Ebene der tief verborgenen Glaubenssätze. Frage dich hierzu, welcher Mensch du sein möchtest! Einer, der sich weiterentwickeln kann und so jeden Tag ein Stückchen besser wird oder einer, der halt so ist, wie er ist und dies jeden Tag in Kauf nimmt!

Unsere tief verankerten, unbewussten Überzeugungen, innere Prägungen und Annahmen über die Welt (= Glaubenssatz) haben wir im Kindesalter bzw. in der frühen Jugend  durch unsere engen Bezugspersonen erworben. Dies können Eltern, Geschwister, Erzieher, Lehrer, Freunde, Medien und die Gesellschaft oder auch eigene Erfahrungen sein. Es können selbstverständlich auch positive Glaubenssätze sein, Beschwerden machen uns jedoch ausschließlich die negativen Glaubenssätze. Genau gesehen sind es aber eher unsere, aus den negativen Glaubenssätzen abgeleiteten, Bewältigungs- und Schutzstrategien. Wird ein Glaubenssatz ausgelöst, reagieren wir eigentlich immer mit einer der drei biologischen Grundreaktionen:

  1. Unterwerfung/ Anpassung
  2. Flucht oder Erstarrung
  3. Kampfbereitschaft/ Konfrontation

Unsere Wahrnehmung ist die Basis für unser Denken, Fühlen und Handeln. Eine Schutzstrategie führt meistens zu einer Wahrnehmungsverzerrung durch Verdrängung und Projektion. Die Verdrängung ist ein Selbstschutz und beschreibt die Nicht-Wahrnehmung von negativen Gefühlen, wie Angst, Hilflosigkeit, Einsamkeit, etc., die wir nicht spüren bzw. wahrhaben wollen. Bei der Projektion werden andere Menschen durch die Brille der eigenen Bedürfnisse und Gefühle wahrgenommen. Fühlt sich jemand zum Beispiel klein und hilflos, nimmt er andere Menschen als dominant und stark wahr. Die typischen Erscheinungsformen der Schutzstrategien sind Perfektionsstreben, Harmoniestreben, Helfersyndrom sowie Machtstreben.

Kann ich meine Glaubenssätze und damit meine Schutzstrategien auflösen und ersetzen?

Die gute Nachricht ist: Ja, das kannst du!

Jedoch werden die Wahrnehmungsverzerrungen zur wahrgenommenen Realität der Personen und durch die stetige Bestätigung des Verhaltens (selbsterfüllende Prophezeiung) immer tiefer verankert. Daher ist es gar nicht so einfach die eigenen, tiefliegenden destruktiven Glaubenssätze und Schutzstrategien zu erkennen und nachhaltig zu ersetzen.

Ich unterstütze dich gerne in diesem Veränderungsprozess!
Kontaktiere mich jetzt!

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